December 7, 2022
DKFZ Standort Dresden
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DKFZ Standort Dresden

Im Sommer 2019 wurde zusammen mit dem Freistaat Sachsen der DKFZ Standort Dresden gegründet. Mit dem neuen Standort verfolgt das DKFZ das Ziel, die onkologische Forschung in Dresden durch die Entwicklung innovativer technologiebasierter Ansätze erheblich zu stärken und in der internationalen Spitzengruppe zu positionieren. Hierfür bietet der Standort Dresden mit seiner Exzellenzuniversität TU Dresden, einer hervorragenden Hochschulmedizin und einer Reihe weiterer etablierter Strukturen, wie dem NCT, DKTK sowie OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie, einzigartige Voraussetzungen. Dies wird durch das größte industrielle Cluster für Mikroelektronik in Europa und ein besonders gründerfreundliches Klima zusätzlich bedeutsam unterstützt.

Der DKFZ Standort Dresden widmet sich in einem transdisziplinären Ansatz der Erschließung der Engineering-Physics-Sciences (EPS) für die Onkologie. Besonders zukunftsträchtige Themen wie Smarte Sensoren, Robotik, Künstliche Intelligenz und dezentrale digitale Devices für eine technologische Verbesserung von Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen werden im Mittelpunkt der Forschung stehen. Im Neubau werden künftig Professuren und Nachwuchsgruppen eng verzahnt aus unterschiedlicher fachlicher Perspektive und über disziplinäre Grenzen hinweg neue Lösungen für große Herausforderungen entwickeln. Diese Innovationen werden dann direkt im Nachbargebäude des NCT, das gemeinsam von DKFZ, Universitätsmedizin Dresden und Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf getragenen wird, in klinische Studien überführt.

Der DKFZ Standort Dresden ist außerdem hervorragend positioniert, um die Entwicklung innovativer technologischer Methoden zur personalisierten, risikoadaptierten Krebsprävention und Früherkennung voranzutreiben und innerhalb des Zentrums zu validieren. Am Standort Dresden wird deshalb eine spezifische Präventionsforschungsgruppe des Nationalen Krebspräventionszentrum angesiedelt. Das Nationale Krebspräventionszentrum entsteht derzeit in einer strategischen Partnerschaft von DKFZ und Deutscher Krebshilfe. Nach dem Heidelberger Modell wird auch in Dresden eine Präventionsforschungsambulanz entstehen, um die hier entwickelten, smarten, mobilen Technologien direkt vor Ort zu testen und sie dann in die Breite zu tragen. Weitere Informationen zum Nationalen Krebspräventionszentrum finden Sie unter www.dkfz.de/ncpc.

Der Zuwendungsbescheid wurde am 10.12.2021 durch den Freistaat Sachsen für den ersten Bauabschnitt erteilt. Aus einem zweistufigen VGV-Verfahren ging als Gesamtplaner die Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbh aus Dresden hervor. Die rechtliche Sicherung des Baugrundstücks erfolgte in 2022 mittels eines Grundstücksüberlassungsvertrages an das DKFZ.

Das Bauvorhaben wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt.